Der Musikverein Heroldsbach wächst kontinuierlich und die vorhandenen Räume reichen längst nicht mehr aus. Rund 200 aktive Musikerinnen und Musiker gehören inzwischen zum Verein. Damit die vielen Nachwuchstalente und Ensembles auch künftig ausreichend Platz zum Proben und Musizieren haben, wird das erst vor rund zwölf Jahren errichtete Vereinsheim erweitert. Unterstützung gibt es dabei auch vom Freistaat Bayern: Der Musikverein erhält 10.000 Euro aus dem Bayerischen Kulturfonds.
Stimmkreisabgeordneter Michael Hofmann machte sich gemeinsam mit Bürgermeister Benedikt Graf von Bentzel vor Ort ein Bild vom Baufortschritt und zeigte sich beeindruckt vom Engagement des Vereins. „Hier greift ein Rädchen ins andere“, lobte Hofmann die Eigeninitiative der Musikerinnen und Musiker sowie die Unterstützung durch die Gemeinde. Zugleich verwies er auf die Bedeutung der Kulturförderung durch den Freistaat: „Der Bayerische Kulturfonds ist ein in Deutschland einmaliges Instrument der Kulturförderung. Allein in diesem Jahr haben wir im Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags 133 Anträge auf Förderung genehmigt. Denn zu unserer lebenswerten Region gehören Kunst und Kultur einfach dazu“, erklärte Hofmann. Bereits beim Neubau des Vereinsheims vor zwölf Jahren war der Musikverein Heroldsbach mit 40.000 Euro unterstützt worden und erhält nun erneut den maximal möglichen Förderbetrag.
Dass die Erweiterung dringend notwendig ist, wurde beim Rundgang durch das Gebäude deutlich. „Wir haben derzeit rund 200 aktive Musikerinnen und Musiker bei uns und platzen aus allen Nähten“, berichtete der musikalische Leiter Bernhard Schleicher. Der erfahrene Musiker prägte den Verein über Jahrzehnte und stand mehr als 30 Jahre als Dirigent vor dem Orchester. Heute umfasst das Angebot neben dem Großen Blasorchester auch ein Schüler- und ein Juniororchester, zwei JeKi-Orchester („Jedem Kind ein Instrument“) sowie musikalische Früherziehung und Blockflötenklassen. „Die Nachfrage nach unseren Angeboten ist groß – gleichzeitig brauchen wir dringend mehr Raum“, erklärten Vorsitzende Diana Werner und ihr Stellvertreter Michael Hümmer, der als Bauexperte des Vereins die Erweiterung begleitet. Besonders bemerkenswert: Viele Arbeiten übernehmen die Vereinsmitglieder selbst. So wurde das Dach in Eigenleistung zurückgebaut, damit die Aufstockung beginnen konnte.
Kassiererin Rita Kahle und Schriftführer Pankraz Kraus informierten über die Planungen. Rund 250.000 Euro sind für die Erweiterung veranschlagt. Die Gemeinde Heroldsbach beteiligt sich mit einem Zuschuss von 30 Prozent, maximal 99.000 Euro, wie es der Gemeinderat beschlossen hat. Bis Weihnachten sollen die Bauarbeiten abgeschlossen und die neuen Räume bezogen sein. Für den Musikverein wäre dies ein perfekter Auftakt in ein besonderes Jahr: 2027 feiert der Verein sein 50-jähriges Gründungsjubiläum.
Michael Hofmann würdigte nach dem Rundgang die Tatkraft der Musikerinnen und Musiker: „Es ist beeindruckend zu sehen, mit welcher Energie hier angepackt wird. Der Musikverein Heroldsbach ist ein starkes Beispiel dafür, wie wichtig Ehrenamt für das Leben in unseren Gemeinden ist.“ Mit der Erweiterung schafft der Verein nicht nur mehr Platz für Proben und Instrumente, sondern legt auch das Fundament dafür, dass in Heroldsbach weiterhin viele Generationen gemeinsam musizieren können.